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Erhalt der biologischen Vielfalt

Die Biodiversität umfasst die Vielfalt der Lebensgemeinschaften, Lebensräume und Landschaften, die Artenvielfalt und die genetische Vielfalt innerhalb der unterschiedlichen Arten. Wälder und ihre Vielfalt waren ein zentrales Thema der Vertragsstaatenkonferenz, die im Mai 2008 in Bonn stattgefunden hat.

Ca. ein Drittel der Fläche Deutschlands ist derzeit mit Wald bedeckt. 62 % davon sind heute Nadelwälder, 27 % reine Monokulturen. Fast die Hälfte der heutigen Waldbestände ist einschichtig aufgebaut, weist also eine homogene Altersklasse auf.

Der durchschnittliche Totholzanteil in den bundesdeutschen Wäldern beträgt unter 4 %. Nur 21 % der Bäume sind älter als 100 Jahre. In den alten Bundesländern ist jeder Hektar Wald von durchschnittlich 125 m Wegen durchzogen. Davon sind nur ca. 5 % Wanderwege, die übrigen sind Forst- und Rückewege.

Nur ca. 0,77 % der Wälder sind heute forstwirtschaftlich nicht genutzt. Dabei handelt es sich um Wälder in Nationalparken, Naturwaldzellen und Teilflächen von Biosphärenreservaten.

Nach der Landwirtschaft ist die Forstwirtschaft mit der Jagd die zweitwichtigste Ursache für den Rückgang der Artenvielfalt. Ca. 47 % der Pflanzen- und Tierarten der Roten Listen sind durch die Forstwirtschaft bedroht. Insbesondere sind dies Arten der natürlichen Zerfallsphase von Wäldern.

Die Vergrößerung von Waldflächen ohne wirtschaftliche Nutzung ist daher die wichtigste Grundlage für die Verbesserung der Biodiversität in den bundesdeutschen Wäldern.