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Nationalpark in Lippe als Chance

Nationalparke repräsentieren in Deutschland das nationale Naturerbe. Zur Zeit gibt es insgesamt 14 Nationalparke.

Abgesehen von den Bergspitzen der Alpen und Bereichen des Wattenmeeres hat der Mensch fast flächendeckend alle ursprünglichen Lebensräume in Deutschland vollständig verändert. Aus Naturlandschaften wurden Kultur- und Zivilisationslebensräume.

Nationalparke sollen sich in überwiegenden Teilen ohne menschliche Beeinflussung entwickeln. So entstehen wieder natürliche Lebensräume, in denen zahlreiche ursprüngliche Arten vor dem Aussterben bewahrt werden können.

Besonders in Wald-Nationalparken vermittelt die Entwicklung von Wildnis und Urwaldlebensräumen oft einzigartige Naturerlebnisse und Einsichten in grundlegende biologische Prozesse. Nationalparke spielen deshalb auch eine wichtige Rolle in der Umweltbildung und Naturpädagogik.

Die Ausweisung eines Nationalparks hat klare ökologische Ziele. Für die Akzeptanz vor Ort ist es aber auch wichtig, dass damit weitere Entwicklungschancen für die Region verbunden sind.

Alle bundesdeutschen Nationalparke besitzen eine hohe Attraktivität für Besucher. Nach einer kurzen Anlaufzeit haben sie sich mit zu den wichtigsten regionalen Tourismusdestinationen entwickelt. Insbesondere Informationszentren, Tierfreigehege, Baumkronenpfade etc. sind regelrechte Besuchermagneten.

Ostwestfalen leidet trotz einer hohen Zahl von Übernachtungsgästen (ca. 6,6 Mio./Jahr) stark unter einem schwachen Bekannheitsgrad. Der Nationalpark Teutoburger Wald/Eggegebirge bietet die Chance, eine zugkräftige regionale Marke zu entwickeln. Gerade bei Kurzurlauben sowie Zweit- und Drittreisen sind hier deutliche Zuwachsraten möglich.