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Buchenwälder

Buchenwald im zeitigen Frühjahr

Auf Kalkuntergrund haben sich im Bereich der Mittelgebirgskuppen steinige Rendzina-Böden ausgebildet. Hier wachsen strukturreiche Buchenwälder. Die Bäume dringen mit ihren Hauptwurzeln tief in die Klüfte im Kalk. Die wenigen vorhandenen Nährstoffe werden durch ein dichtes Geflecht aus Feinwurzeln und Pilzen in den obersten Bodenschichten erschlossen.

Viele Buchenwälder weisen unterschiedliche Altersstadien auf. In stärkeren Altholzbeständen kommen Schwarz-, Grau-, Grün- und Buntspecht vor. Sie errichten Baumhöhlen, die später von Dohlen, Hohltauben und Fledermäusen genutzt werden.

Vor der vollständigen Belaubung im Frühjahr entwickeln sich in vielen Buchenwäldern dichte Bestände von Frühblühern. Neben dem Hohlen Lerchenspron sind Bärlauch, Leberblümchen, Märzenbecher und Buschwindröschen häufig anzutreffen.

Frühblüher nutzen zur Blüte und Samenbildung warme und lichte Buchenwälder. Sie sind für zahlreiche nektar- und pollensammelnde Insektenarten die erste Nahrungsquelle im Frühling.

Eichenwälder

Eichentotholz - heute eine Seltenheit

In den Tälern und an einigen Hängen des Teutoburger Waldes sind eiszeitliche Nachschüttsande abgelagert und Flugsande aus der Senne eingeweht worden. Diese besonders nährstoffarmen Böden bieten ein hervorragendes Potenzial für die Entwicklung von Eichenwäldern.

Heute sind Stiel- und Traubeneichen mit ihren typischen Begleitarten wie Sandbirke, Eberesche, Faulbaum und Heidelbeere fast nur in Durchmischung mit Kiefernwäldern auf den reinen Quarzsandböden vorhanden. Große Flächenanteile der potenziellen Eichenwaldstandorte tragen als Folge Bewirtschaftung reine Nadelwaldbestände.

Die möglichst natürliche Entwicklung von unterschiedlichen Eichenwaldformationen auf den Sandstandorten des Suchraumes ist besonders wichtig, weil ungestörte Eichenwälder heute kaum noch existieren. Auch in den bundesdeutschen Nationalparken ist dieser Lebensraumtyp kaum repräsentiert.

Im Suchraum gibt es zwischen Kalk- und Sandböden eine vielfältig verschlungene, über 100 km lange Kontaktzone. Nach Ausweisung eines Nationalparks und Dürchführung von Pflegemaßnahmen zur Förderung der Naturverjüngung werden sich hier vielfältige und differenzierte Zonierungen von Buchen- und Eichenwaldgesellschaften entwickeln können.

Die nachfolgende Animation zeigt die aus der Senne in den Teutoburger Wald eingewehten Sandböden und verdeutlicht die außerordentlich enge Verzahnung der beiden Naturräume. Falls sich die Darstellung nicht starten lässt, installieren Sie bitte die aktuellen Decoder für Ihr Wiedergabeprogramm.