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Höhlen und Felsspalten

Ca. 40 Höhlen und Felsspalten mit einer Gesamtganglänge über 5 m und einer Mindesthöhe von 1 m gibt es im Suchraum für den Nationalpark in Lippe. Viele diese Höhlen sind bisher noch kaum erforscht. Alle diese Höhlen sind zu klein für eine touristische Nutzung. Das macht sie aus ökologischer Sicht besonders wertvoll.

Am größten ist die Hohlsteinhöhle mit einer Gesamtganglänge von über 360 m und einer größten Höhe von 47 m. Seit einigen Jahren ist der Eingang der Höhle durch ein verschließbares Gitter gesichert, um Störungen und Beschädigungen zu vermeiden.

Viele dieser Höhlen und Spalten werden von Fledermäusen zur Überwinterung genutzt. Das Große Mausohr bildet z. B. in der Hohlsteinhöhle große Cluster an der Höhlendecke. In einer solchen Gruppe wärmen sich ca. 60 - 70 Tiere gegenseitig.

In einer dieser Höhlen lebt auch ein hoch spezialisierter Fledermaus-Höhlenkäfer. Er ernährt sich als Larve und erwachsenes Tier von toten Fledermäusen, Fledermauskot und Nahrungsresten. Der ca. 5 mm große Käfer kommt in in einer speziellen Unterart weltweit nur hier vor. Dieser Käfer ist während seines Entwicklungszyklus auf die feuchte Höhlenumwelt angewiesen und kann die Höhlen nicht verlassen. Er zeigt uns, dass im Teutoburger Wald seit der letzten Eiszeit kontinuierlich gute Fledermauspopulatiuonen entwickelt waren.