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Nationalpark im Dialog

Das Für und Wider der Einrichtung eines Nationalparks in der Region wird zum Teil heftig diskutiert. Der Kreis Lippe setzt sich daher für einen konstruktiven Dialog aller am Planungsprozess beteiligten Verbände sowie aller interessierten Bürgerinnen und Bürger ein.

Um diesen Prozess transparent zu gestalten, soll an dieser Stelle über die jeweiligen Aktivitäten informiert werden.

Bausteine des Dialogs

- Runde Tische

Aufgabe der Runden Tische ist es, die Meinungsbildung in der Region zu unterstützen und Empfehlungen für den weiteren Planungsprozess zu sammeln.

Der Kreis Lippe hat erstmals im November 2011 Interessenvertreter aus der Region zu einem Runden Tisch eingeladen.Dabei haben sich die  Teilnehmer für die Bildung von 8 Arbeiskreisen ausgesprochen, in denen wesentliche Themenbereiche vertieft beraten werden können.

Zur Unterstützung eines fairen und sachlichen Dialogs in der Region wurde Ende des Jahres 2011 vom Land NRW die Firma IKU als unabhängiger Moderator beauftragt. Bereits die ersten Arbeitskreistreffen wurden von IKU begleitet. Das danach von IKU entwickelte Dialogkonzept enthält zahlreiche Empfehlungen zur Ausgestaltung des weiteren Dialogprozesses (Dialogaktivitäten).

Der 2. Runde Tisch tagte am 29.06.2012. Zur Vorbereitung der weiteren Arbeitskreise wurden Kernteams berufen. Die Teilnehmer der Kernteams wurden von denjenigen Organisationen bzw. Interessensgruppierungen benannt, die vom Runden Tisch vorgeschlagen wurden.

- Arbeitskreise

Die Teilnehmer des ersten Runden Tisches im November 2011 hatten die Bildung von 8 Arbeitskreisen beschlossen. Die jeweiligen Auftaktveranstaltungen fanden im Februar und März 2012 statt. Bis zu 80 interessierte Bürger und Fachleute diskutierten über Chancen und Risiken einer Nationalparkplanung in der Region. Die Ergebnisprotokolle können Sie hier aufrufen.

Aus den gesammelten Themen und Fragestellungen entwickelte IKU sechs Handlungsfelder, die in den folgenden Arbeitskreisen thematisiert werden soll

  1. Regionale Profilierung
  2. Besucherlenkungs- und Wegekonzept
  3. Forst- und Jagdfragen
  4. Naturschutzfachliche Grundlagen
  5. Holzwirtschaft
  6. Umweltbildung

Die Einrichtung des Arbeitskreises Nr. 6 ist erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant.Nach Vorbereitung durch die Kernteams sollen im November und Dezember weitere Arbeitskreise tagen.

- Fokussierungsgruppe

Um Sitzungen und Aktivitäten des Runden Tisches vorzubereiten, wurde eine Fokussierungsgruppe eingesetzt. Die 14-köpfige Runde aus Nationalparkbefürwortern und Skeptikern nahm am 29. August ihre Arbeit auf.

- Kernteams

Für fünf Arbeitskreise wurden Kernteams berufen, die mehrheitlich ihre Arbeit bereits begonnen haben. Im September und Oktober 2012 konstituierten sich bisher drei von fünf Kernteams und definierten ihre wichtigsten inhaltlichen Fragen für die kommenden Dialogschritte.

Aufgabe der Kernteams zu den fünf neu geschnittenen Arbeitskreisen ist es, die kommenden Arbeitskreissitzungen inhaltlich vorzubereiten. Jedem Kernteam ist ein Vertreter einer Fachbehörde zugeordnet, der die Arbeit des Kernteams als fachlicher Berater begleitet.

Die Kernteams tagen in eigener Regie. Der Kreis Lippe initiiert jeweils das erste Treffen und bietet auch für die Folgetreffen seine organisatorische Unterstützung an. Für die Auftakttreffen steht ein unabhängiger Moderator der Firma IKU zur Verfügung.

Außerdem haben die Kernteams ihre zentrale Rolle bei der Erstellung des Faktenchecks angenommen. Sie organisieren die Expertenantworten auf die Auswahl ihrer wichtigsten Fragestellungen. Die Antworten können auch Pro- und Contra-Stellungnahmen beinhalten. Folgende Kernteams wurden gebildet:

·         „Regionale Profilierung“

·         „Wegekonzepte und Besucherlenkung“

·         „Naturschutzfachliche Grundlagen“

·         „Forst- und Jagdfragen"

·         "Holzwirtschaft"

- Faktencheck

In den Auftakttreffen der Arbeitskreise im Februar und März 2012 wurden zahlreiche Fragen und Themenstellungen aufgeworfen, die die Firma IKU in einem Fragenkatalog als Anhang zum Dialogkonzept zusammengestellt hat. Hieraus werden die einzelnen Kernteams jeweils 10 für ihren Themenschwerpunkt wesentliche Fragen erarbeiten. Die Antworten sollen von unterschiedlichen namentlich gekennzeichneten Autoren stammen und Quellen, Begründungen oder empirische Belege enthalten.